Sonntag, 11. Dezember 2011

Wahlergebnisse 2011 - GSLP gewinnt

Nachdem ich gestern noch schön nachmittags die Sonne im Biergarten genießen durfte folgt jetzt endlich auch mal die Wahlauswertung.
Eigentlich sollten die Ergebnisse ja schon 5-6 Uhr feststehen - und der Autokorso mit -leider- lautem Gehupe ließ das auch vermuten. Morgens nach dem Aufstehen wurde das anstehende Ergebnis dann annonciert und schliesslich auch circa 9 Uhr veröffentlicht. Entgegen des Exit-Polls gewinnt die GSLP nicht deutlich sondern mit 2% anscheinend relativ knapp. Nachzulesen auf der Webseit der Regierung hier.

Wahlsystem

Für die dritte Partei, PDP, ist es fast unmöglich einen Sitz zu erringen. Der Grund ist im Wahlsystem zu finden. Insgesamt sind 17 Sitze zu vergeben. Jeder Stimmberechtigte hat dabei 10 Stimmen. Jede Partei stellt daher auch maximal 10 Kandidaten - mehr machen keinen Sinn. Der Grund ist das nicht die Stimmen für die Partei die Zahl der Sitze bestimmen. Stattdessen erhalten die 17 Kandidaten, die die meisten Stimmen erhalten einen Sitz. Im ungünstigsten Fall könnte dies bedeuten das bei gleicher Stimmenverteilung auf die Kandidaten ein Wahlergebnis mit 37%,32% und 31% in einer Sitzverteilung von 10/7/0 enden. Andersrum wäre es möglich das bei extrem ungleicher Stimmverteilung für die beiden Parteien mit den meisten Stimmen die unterlegene Partei mit 31% 10 Sitze und die anderen beiden Parteien mit zusammen 69% der Stimmen nur 7 Sitze bekommen.

Stimmen zur Wahl

Es ist schon kompliziert - die ersten Leute die ich gefragt habe nach ihrer Meinung und nach den Unterschieden zwischen den beiden großen Parteien: es gibt einfach viel zu wenig erkennbare Unterschiede. Man muss viel mehr hinterfragen um ein Für und Wider zu finden.
Im Fitnessstudio rumgefragt unter den ortsansässigen Trainierenden war die eindeutige Stimmung: Egal.... 'Ich hab zwar für die anderen gestimmt, aber ein neuer Wind ist auch OK'.
Dann gibt es wieder diejenigen die unbedingt für den Wandel waren: Viel zu sehr hätte sich Vetternwirtschaft und die ewig gleichen Entscheidungen sich eingebürgert.
Die Kritik am Wechsel ist dann doch deutlicher: Vor der Regierungsübernahme durch die GSD um Chef Caruna war die Reputation Gibraltars deutlich schlechter. Durch das rednerische Talent hat Caruna regelmässig für positive Eindrücke gesorgt. Die Senkung von Einkommenssteuer sowie das Anziehen diverser Wirtschaftszweige - Gambling und Finanzindustrie - sorgen dann doch für einen positiven Rückblick auf die vergangenen 16 Jahre. Zudem wird die Regierungszeit der GSLP zuvor umgekehrt eher negativ gesehen. Damals hätten wohl Schnellboote unbehelligt Ware am Strand steuerfrei umladen könne und keiner hätte was gesagt.
nichtsdestotrotz, jetzt ist es an der Zeit für die GSLP mit ihrem Team sich zu beweisen.


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