Sonntag, 23. Februar 2014

EM-Auslosung YEAAAAH & Rugby

Fussball Europameisterschaft 2016


Soeben gab es die Auslosung zur Qualifikation zur Fussball-EM 2016. Gibraltar ist zum ersten mal mit dabei. Hätte man während der Veranstaltung ein Drinking-Game gemacht: "Jedes mal wenn 'gibraltar for the first time' erwähnt wird, dann gibt es nen Shot" - dann wäre man nachher ziemlich betrunken gewesen.
Aber zuerst: die Freude ist riesengroß, denn es heißt:

Deutschland gegen Gibraltar in Gruppe C!


Deutschland
Irland
Polen
Schottland
Georgien
Gibraltar

Mal sehen wann die Matches genau anstehen - eins werd ich wohl sicher nicht verpassen wollen :-) Leider wird nicht in Gibraltar, sondern in Portugal gespielt, aber das ist ja auch mal ein Grund für einen Besuch.


Rugby ?

Gestern Abend war Rugby-Friendly in Gibraltar: Zu Gast war der Weltranglisten-49. Israel. Dabei war laut Presse mal wieder die Aufgabe zu zeigen, wie sehr man im internationeln Umfeld mitspielen kann. Schliesslich ist Gibraltar nicht unter den 101 Mannschaften der Rugby-Weltrangliste vertreten. Zudem war der Eintritt frei.
Wenn ich das mal als Aussenstehender, der den Sport nicht soo kennt in einem Satz beurteilen sollte: "Wären beim Rugby Fussballschiedsrichter an der Pfeiffe, dann würde es für jeden einzelnen Spielzug eine rote Karte geben".

Überraschenderweise übernahm Gibraltar von Beginn an die Führung. Das Spiel fing mit einer halben Stunde Verspätung an, da am Samstag Abend die israelische Mannschaft bis zum Sonnenuntergang mit der Erwärmung warten musste.


Der erste Punkt für Israel wurde auch bejubelt - hier live im Kick zu sehen
Das sensationelle Endergebniss: 25:12 für Gibraltar - Live Übertragen auf GBC.gi
Hat auf jeden Fall Spass gemacht anzuschauen - wirds also vielleicht mal wieder geben!

Samstag, 15. Februar 2014

Zoo zum Anfassen! [Tigerbaby inside]

Zoobesuche sind ja immer das Gleiche - ob in Dresden oder Leipzig, im Streichelzoo gibts mal Ziegen, mal Schweinchen. Aber in Spanien geht man dann doch nen Schritt weiter. Klar, die random kleinen Zoos sind nicht so riesig und aufgebläht wie in Leipzig. Aber für 12€ Eintritt kann man schon das hier bekommen:

Das absolute Highlight natürlich! In Deutschland sicher unmöglich. Aber auch in Spanien gibts nur 2 Besuchstage pro Woche und sehr begrenzte Zeiten.
Ein bunt gemixter Streichelkäfig - Papagei, Hasen, Hühner, Schildkröten - passt gut zusammen, oder?
Lemuuuuuuuuuuur! Madagaskar lässt Grüssen - und so ein buschiger und weicher Schwanz!
Ganz schön schwer, das Biest!
... der hingegen nicht!
Vorsicht, bissig! Meinen Kollegen hats am Knie erwischt!

...also, Stop - nicht so nah rangehen!






Also, wer mal vorbeikommt: Im Zoo Castellar Frontera gibt es so Einiges zu sehen - und es ist trotz vollen Parkplatzes alles Andere als Überlaufen. Angeblich ist unter der Woche noch extrem viel weniger los, so das man wirklich fast von Privatführungen sprechen kann

Sonntag, 17. November 2013

Grillweltmeisterschaften in Marokko [Teil 3]

Nun ist der dritte und letzte Beitrag zur Grillmeisterschaft schon längst überfällig. Als Entschädigung soll es direkt auch mit vielen Bildern losgehen. Am Tag der Veranstaltung musste in Saidia noch fix für uns das Zelt hergerichtet werden. 
in diesem Juryzelt konnte die Blindjury ihr Essen verkosten. Und da waren schon einige Leckereien dabei!

Wie bei jeder Meisterschaft mussten von den Teams Essen am Tisch sowie in Food-Containern für die Blindjury gegrillt werden. Dieses Jahr waren die Gänge wie folgt aufgeteilt - im arabischen Marokko war natürlich nicht viel mit Schweinefleisch:
  • 1. Gang: Lamm-Rippchen mit Brot als Beilage
  • 2. Gang: Hühnchen - mit einer Tomate als Beilage
  • 3. Gang: Lammschulter mit Knochen und Maiskolben als Beilage
  • 4. Gang: Rinderbrust - Beef Brisket mit einer Kartoffel
  • 5. Gang: Dessert - Free style - allerdings zu mindestens 60% vom Grill
Dabei sind natürlich die verschiedenen Grills und BBQs völlig unterschiedlich. Das argentinische Team kommt mit der spartanischsten Ausstattung zu Recht. Das hätte so manch einem Team geholfen, dessen Grills noch im Zoll fest steckten.

Andere hatten dagegen mehr Glück und kamen allerdings auch mit Grillgerät das nur schwer Abhanden kommen kann. Nachteil: An der Grenze Marokko - Melilla wird man kontrolliert als ob man eine Interkontinental-Rakete transportieren würde.

Zwischendrinn hatte ich natürlich auch mal die Chance etwas vom Essen abzubekommen!

... und der Musik zu Lauschen
Etwas Essen zu fotografieren - leider etwas sehr trocken

trotz der Anreiseschwierigkeiten waren Teams aus aller Welt da

und im Dessert-Gang habe ich auch einen alten Bekannten wiedergetroffen.

Vor der Siegerehrung gab es noch eine Tanzeinlage mit einheimischer Musik. Nunja, nicht jedermanns Geschmack - das muss ich ehrlich zugeben!

Die Siegerehrung mit den glücklichen Siegern - nicht nur weil sie gewonnen haben, sondern auch weil sie die Strapazen aus Anreise, Organisationschaos und dem Wettbewerb mit den Mitbewerbern erfolgreich durchgestanden haben.

Kleines Fazit

Die Grillmeisterschaft in Marokko war ein super Event - trotz zahlreicher Schwierigkeiten bei der Organisation und Anreise. Auf der anderen Seite war sie natürlich auch eine sehr willkommene Abwechslung zum Alltag mit Dingen die man Dank Konvoi & Meisterschaften sonst nicht gesehen hätte. Die Rückreise verlief problemlos in einer super Fähre, genau das Gegenteil zur Anreise.
Bis in 2 Jahren - es wird gemunkelt in Schweden?

Sonntag, 22. September 2013

Grenzkonflikt Teil Sechshundertsiebenundvierzig

..oder so ungefähr - mittlerweile ist es schon etwas nervig. Wer früh mit einem Fahrzeug, und sei es nur einem Fahrrad, nach Gibraltar kommen möchte, der sollte dies tunlichst vor 9:00 machen. Ab 9 Uhr: Stau! Dabei wird natürlich peinlichst genau kontrolliert, dass.... ehm was eigentlich? Achja, das die Wartezeiten nicht zu kurz sind.

Muster erkennen im Grenzfluss/-stillstand

Abends auf dem Nach-Hause Weg spielt sich dann folgendes Muster ab:
  • 16 Uhr: Es gibt wie üblich den Schichtwechsel um 16 Uhr, bei dem kurzzeitig der Verkehr etwas langsamer wird. Kein Problem, die Schlange ist ja nicht lang. 
  • 16:30-16:35: 3-5 mal pro Woche gibt es einen "Anruf": oh, die bösen Schmuggler - lasst uns mal ganz genau kontrollieren. Das heißt ab diesem Zeitpunkt: jedes einzelne Fahrzeug wird einzeln gecheckt. Kinder werden abgetastet, von Rollern werden die Lenker abgeschraubt, Stoßstangen werden abgebaut, Fahrzeuge abgeklopft, Koffer ausgepackt und und und. 
  • 20:30 Ende des Berufsverkehrs und auch der "zufälligen Checks" - denn wenn es länger als 4 Stunden dauert, dann kann man es wohl kaum noch zufällig nennen, oder? Übrigens: in den 40 Minuten vor 16:30 sind mehr Autos über die Grenze gefahren als in den 4 Stunden danach.
  • 21:30 Eine Hälfte des Grenztores wird für die Nachtschicht geschlossen - der Verkehr wird wieder langsamer. Ein Fussgängerüberweg mit regem Fussgängerverkehr muss überquert werden, zusätzlich quetschen sich Motorrad- und Fahrradfahrer mit durch den selben Kontrollposten
Samstags ändert sich natürlich die Uhrzeit der Checks auf den Morgen von 9-14 Uhr - damit ja keiner sein Wochenende in Spanien verbringt. Am Sonntag wiederum sind die Checks Abends in Richtung Gibraltar: natürlich dann wenn die Gibraltesen vom Wochenendausflug zurückkommen.
Wer sich den Wahnsinn mal selber anschauen möchte: Frontier Queue - Live Webcam

Am 24. & 25. kommt dann eine Komission von der EU um sich anzuschauen ob die Checks verhältnissmäßig sind. Einen Vorteil hat es garantiert: an den beiden Tagen wird es wohl keine Checks geben: Honi soit qui mal y pense

UEFA - Championsleague & Europa-League

Neben ein paar Anderen Entscheidungen hat die UEFA sich endlich festgelegt: am Anfang der nächsten Saison spielen 2 gibraltesische Clubs in der Championsleague- und der Europa-League Qualifikation. Gegner wie Bayern München, FC Barcelona oder Manchester United warten - sollte man sich in den 4 Qualifikationsrunden durchsetzen.

Sonntag, 8. September 2013

Grillweltmeisterschaften in Marokko [Teil 2]

Ich wiederhole mich wohl: es ist schon eine Weile her seit dem letzten Eintrag.
Ganz so lange hat die Fahrt von Melilla bis nach Saidia ja nicht gedauert, also gibt es jetzt kurz einen Ablauf:
Am 1. Tag hatten die Teams Zeit, sich auf das eigentliche Event vorzubereiten. Ich möchte gar nicht so sehr auf Details eingehen. Am ersten Tag hatten wir uns gemeinsam zum Frühstück und danach zur Fahrt zum Eventort verabredet. Zwei große Highlights sollte es an dem Tag geben:
Vormittag der Besuch auf einem lokalen Markt, Abends dann das Grill-Show-Match Argentinien vs. Marokko!

Marktbesuch in Saidia 

Wie so häufig lasse ich lieber Bilder statt Worte sprechen:
Allerlei nutzlose Kleidung war zu finden - wie zum Beispiel Borussia Dortmund Trikots - wie gesagt: nutzlos!
aber auch nützliche Dinge: getrocknete Kräuter können so schön aussehen!
aber dann doch: nutzlose Dinge - gebrauchte Handyladekabel und Schrauben - wirklich alles wird verkauft!
..aber dann doch wieder etwas nützliches!
nach einem kurzen Imbiss ging es dann weiter
..allerdings blieben vom Imbiss ein paar Reste über. Zum Einpacken & Mitnehmen war es uns dann doch zu stressig!
Jeden Tag frischen Obstsalat, Tomatensalat etc - das könnte man sich schon gefallen lassen!
ab und an für einen Haarschnitt vorbeikommen...
oder ein bisschen Markenprodukte von LMCOSTE einkaufen für die Zu Hause Gebliebenen!
Da die Busverbindung nicht so optimal war, sind wir einfach alle mit Roberts Camper gefahren -hätten wir unterwegs auch noch Kochen können!

Grillwettkamp Argentinien vs. Marokko

Vor dem Abend-Event gab es aber noch etwas Wichtiges zu erledigen: Championsleague-Finale. Leider fiel das Bild öfters und ab der 80. Minute komplett aus.

aber schon kurz danach waren die ersten Fleischberge aufgespießt und über der Holzkohle stetig gewendet. Zugegeben - das hätte schon ein paar Stunden vorher passieren sollen - aber lecker sollte es ja trotzdem werden!
die marokanische Mannschaft war doch recht sehr auf ihre Tiere ausgerichtet...
...die ja aber vorher noch vorbereitet werden mussten. Allerdings galt es auch die überschüssigen Tiere für die Veranstaltung am nächsten Tag vorzubereiten...
...und da hilft man natürlich, wo man kann!
am leckersten sahen aber die Fleischberge unserer argentinischen Freunde aus - und sollten im Endeffekt auch leckerer schmecken
Als Vorspeise - es war mittlerweile deutlich nach Mitternacht - gab es Couscous & allerlei Salate
und wer noch nicht satt war, der konnte sich noch direkt selber bedienen. Aufstehen war ja am nächsten Tag erst um 7 Uhr angesagt :-)
Im Teil 3 geht es dann um das eigentliche Event & Abreise

Samstag, 13. Juli 2013

Grillweltmeisterschaften in Marokko [Teil 1]

Mittlerweile schon über einen Monat her, doch immer noch in Erinnerung: meine erste Tour auf den afrikanischen Kontinent und dann auch direkt zu den Grillmeisterschaften.
Alleine schon die Anreise war wohl mehr als abenteuerlich. Aber ganz von vorn:
Im April haben wir uns schon länger für die deutschen Meisterschaften angemeldet. Dabei kam heraus das wir auch zu den Meisterschaften in Saidia, Marokko als Gäste eingeladen waren. Und noch besser: Die Anreise ging mit einem Konvoy von Lyon nach Almeria - und von dort aus mit der Fähre. Na, wenn das nichts ist: 300km von hier einfach Zusteigen.
Am Treffpunkt zur Fähre - die Tickets werden verteilt. Leider ist in der Planung Einiges schiefgegangen, so das einige Fahrzeuge, darunter unser Fahrer nicht mitfahren konnten. Wir haben uns stattdessen auf andere Autos aufgeteilt. Besonderen Dank gebührt dem Team von Toms Grillwerkstatt
Man hört in den Nachrichten ja manchmal von völlig überalteteten Passagierfähren die in Bangladesh völlig überfüllt sinken. Genau so hat es sich auf der Hinfahrt von Almeria nach Melilla auch angefühlt. Wir sind relativ spät auf die Fähre gekommen, es waren nur noch wenige Sitzplätze in der Nachtfähre frei. Fussböden und Sitze komplett mit Menschenmengen belegt, haben wir uns gewundert das noch ein paar Sitze frei waren. Tja, ich hab den Kaputten erwischt, die anderen die Sitze direkt gegenüber der Lüftung.
erstes Anzeichen der Grenze vom spanischen Melilla nach Marokko
Von der Fähre runter & Richtung Grenze. Das ging schon mal fix - zumindest bis kurz vorm ersten Polizeiposten. Dort ging es dann noch erheblich langsamer vorwärts - und die Abfertigung sollte sich nächsten 5 Stunden auch nicht unbedingt beschleunigen.

Einfahrt in den Grenzbereich  - drinnen wurden leider Fotoapparate sofort weggenommen wenn jemand sah das wir Bilder machen wollten.
Tja, viel gibts über den Grenzbereich nicht zu sagen ausser: Bettler, Schmuggler, quälend lange Wartezeiten und Bürokratie pur.


Nachdem die Grenze überstanden war, folgte ein etwas angenehmerer Teil: die circa 100km lange Fahrt nach Saidia. Wir mussten noch mal alle Sammeln und dann ging es los, im Konvoy begleitet durch den marokkanischen Gold-Wing Club. Dieser hatte an dem Tag sogar das Recht, den Verkehr zu regeln - freie Fahrt an jedem Kreisverkehr!

Unterwegs überall Kanister? Was gibt es dort wohl: natürlich Olivenöl
Angekommen in Saidia gabs trotz der sehr langen Anreise erst einmal die Begrüßungszeremonie mit lokalen Tänzen & den bereits eingetroffenen Teilnehmern aus aller Welt
Nachdem das Einchecken im wirklich sehr sehr schönen Hotel auch noch ne lange Weile gedauert hat, konnten wir uns Abends endlich gemütlich auf ein Abendessen & etwas Ruhe zusammen setzen. Im Bild 2 Jurykollegen aus der Schweiz & 1 aus Südafrika