Eigentlich wollte ich schon am Wochenende wieder updaten - aber das gute Wetter sollte nicht ungenutzt bleiben! Heute Abend war ich dann noch fix in Spanien Dönieren.
Am Wochenende wollte ich mir mal endlich die weihnachtlich geschmückte Einkaufsstraße aufkommen, aber neben einem klingenden Weihnachtslied und der in der Sonne bruzelnden Dekoration gabs nicht viel weihnachtliches:
frühwinterliches Treiben auf dem Casemate Square
Weihnachtsgrüße, oder auch religionsneutral "seasons greetings" leuchten in der Sonne
Na was kann man da anderes machen als die Sonne genießen so lange es noch geht? Na richtig, man geht der Sonne noch ein Extra-Stückchen entgegen - nämlich nach oben.
Auf dem Nordgipfel des Rock - die Militäranlage, Zutritt leider verboten
Ausblick auf die Bucht
..haben aber keine Lust auf den Ausblick
nur Einer will n bisschen stänkern
aber findet dann doch n bisschen zu Essen
Soweit erst einmal für die Ostseite des Rocks, aber dann ging es wie immer noch die Medditerranean Steps nach unten. Vorher ist mir noch ein Fahrradfahrer begegnet, der meinte er hätte vorher schon 30km Fahrt gehabt und hat jetzt erstmal die Schnauze voll. Na was das für ihn dann bergrunter für ein Spaß geworden ist?
Auf der Rückseite gab es dann doch genauso wie auf der Vorderseite deutlich mehr Grün zu sehen als sonst. Grund werden wohl die drei, vier Regenschauer vor zwei Wochen gewesen sein. Ergebniss ist ein fast schon wieder frühlingshafter Bewuchs:
sieht schon fast aus wie ein Frühblüher in Deutschland
..der hier dann eher nicht. Den gabs aber übrigens schon im Frühjahr zu bestaunen
mit Namen kann ich leider nicht dienen..
Ganz im Süden angelangt, ein Blick Richtung Afrika lohnt immer. Man sieht stets das auf dem Meer etwas Dunst vorhanden ist.
Auf dem Heimweg mir zum ersten mal aufgefallen: die sicherlich nicht ganz Regendichte Überspannung einer Brücke in Almeida Gardens
Tja auch wenn ich noch einen nicht ganz kleinen Teil des Wochenendes mit der Arbeit verbracht habe so habe ich doch denke ich mehr Sonne abbekommen als so mancher in den heimatlichen Gefilden.
Auf dem Rückweg habe ich dann auch noch mal sämtliche Wahlplakate fotografiert. Erstaunlicherweise hingen die immer zu viert da: 3x Werbung der Parteien und einmal amtliche Bekanntmachungen. Aber die Fotos hebe ich mir fürs nächste mal auf.
Ein Nachtrag noch zum letzten Wochenende - ich war mal in Spanien abends wech, da muss man schon lobend erwähnen das das Rauchverbot in den Kneipen echt mal ne geniale Sache ist - ist ja aber auch warm genug für die Raucher zum draussen Rauchen.
Nachdem es vor zwei Wochen mal wieder ein mü geregnet hatte, zeigt sich die vergangene Woche doch vom puren Sonnenschein geprägt. Auch wenn es früh mit ~15 Grad bitterkalt ist so kann mans doch schon aushalten.
ausgetrickst - die Fotos sind Abends aufgenommen!
Aber was hat das jetzt mit dem Pinguin zu tun?
Am Freitag abend fand ich ein kleines Zettelchen im Briefkasten - ich möge doch bitte ein Päckchen abholen. Nunja, da musste das Päckchen noch im Post-office warten übers Wochenende - schliesslich haben die ja nur sehr begrenzte Öffnungszeiten.
Na ein Päckchen wars dann doch nicht - der Postmensch hat das Paket an den Zollschalter gebracht. Und dort hat die Zollbeamtin dann mein Paket fleissig ignoriert und die kleinen Päckchen genommen.
Fleissig nach Hause geschleppt und dann Abends ausgepackt.
Drinnen gabs dann mit geringfügiger Verspätung noch mein Abschieds-Ostpaket und zusätzlich eine Überraschung aus der Antarktis:
der Pinguin aus dem wohl mittlerweile arktischen Dresden
und der Inhalt des Ostpaketes!
Vielen Dank an die gesamte Konfetti-Truppe, allen voran natürlich der an die fleissige Bibi. Ich denke mal das gibt dann wohl ne Runde Glühwein! Ich hoffe mal das der Weihnachtsflieger pünktlich am 20.12. die Wärme verlässt und Richtung Dresden schwebt :-)
Vorher kommt aber noch Company-Weihnachtsfeier, Couchsurfing-Geburtstagsfeier sowie ein kleiner Bericht über die Wahlen am 8.12.
Grüsse,der Bert
..hieß es am Dienstag Abend im heimischen Victoria-Stadium. Die heimische Mannschaft ging mit einem 3:1 (1:0) als verdienter Sieg gegen das favorisierte englische Team vor circa 1.500 Zuschauern vom Platz.
1. Halbzeit
Im Gegensatz zum von untwetterartigen Regenfällen geplagten Spiel gegen die Färoer-Inseln entwickelte sich diesmal ein für die Zuschauer schön anzusehendes, für die gegebenen Verhältnisse sehr anschauliches Spiel.
erste Angriffsversuche im Strafraum der Three Lions
Trotz der läuferischen Überlegenheit des englischen Semi-Pro Teams nahm Gibraltar sofort das Heft in die Hand. Mit vereinzelten gezielten langen Pässen, guter Lauf- und Passarbeit auf den Flanken und vor allem dem einer Profimannschaft würdigen Zweikampfverhalten entwickelte sich das Spiel Richtung des englischen Tores. Lediglich Strafraumszenen blieben gegen die der Abseitsfalle mächtigen Engländer lange Zeit Mangelware. Es bedurfte wahrscheinlich des Weckrufes der Engländer, die mit einem langen Pass über die linke Seite um die 40. Minute in den Strafraum Gibraltars eindringen konnten und der Torabschluss nur durch den Pfosten verhindert werden konnte.
Fast im Gegenzug dann aber das 1:0 durch Lee Casciaro für Gibraltar: im Spiel Mann gegen Mann gelang endlich einmal der Durchbruch im gegnerischen Strafraum - keine Chance für den in knallgelb gekleideten Torhüter, dem wohl schlechtesten Mann auf dem Platz. Dieser hatte das ganze Spiel über mit ehrheblichen Problemen bei der Strafraumarbeit und Rückpässen zu kämpfen.
große Freude nach dem 1:0
...und zwar so groß das sich Torhüter Jordan Perez beim Jubeln verletzt
Blick in die Runde zur Halbzeit
Auch die anwesende Sicherheitskraft - sowohl für die Gastgeber als auch Gästemannschaft zum gewohnten Bild zählend- war zufrieden
2. Halbzeit
Die zweite Halbzeit begann direkt mit einem Paukenschlag - nach dem Seitenwechsel kam direkt nach dem Wiederanpfiff in einer undurchsichtigen Aktion ein Spieler Gibraltars zu Fall. Der Schiedsrichter verhängte einen Handelfmeter und lies zur Freude der am Bierstand wartenden Zuschauer noch genügend Zeit bis zur Ausführung
Gibraltar führte durch den verwandelten Elfmeter von Aaron Payas mit 2:0 und nutzte das Momentum um weiter Druck auszuüben. Allerdings orderte der Coach der Three Lions ebenfalls zu verstärkten Angriffen, unterstützt durch die läuferische Überlegenheit seines Teams. Ergebnis waren viele Zweikämpfe im Mittelfeldbereich. Auf beiden Seiten rückten beinahe das gesamte Team mit auf um den Druck zu erhöhen.
3:0 - Tor des Tages
So kam es auch kurze Zeit später zum wohl schönsten Tor des Tages. Nach einem misglückten Angriff des englischen Teams - Schüsse gingen generell weit am Tor vorbei - war es ein langer Pass der den an der Mittellinie startenden Gibraltaer Mittelfeldspieler Robert Guilling auf den Weg zum gegnerischen Tor schickte. Bedrängt von zwei schnelleren Verteidigern schob er dennoch abgebrüht zum 3:0 ein - auf den Rängen entwickelte sich tosender Applaus.
Wer in solchen Situationen im Fussball denkt, das Spiel wäre gelaufen wird beim Fussball meist enttäuscht.
geschicktes Stellungsspiel sichert erst einmal das 'Zu Null'
gekämpft wurde um jeden Ball
Das konditionsstärkere Team aus England war von nun an am Drücker und kam auch noch durch eine Strafraumszene zum sicherlich nicht unverdienten Anschlusstreffer durch Connor Jennings.
doch schliesslich gab es ihn noch: den Anschlusstreffer
Durch eine engagierte Arbeit in der Verteidigung & die frische Kraft der Auswechselspieler rettete man das 3:1 und damit auch die Ergebnisse der Wetter bei einer 4:1-Quote über die Zeit.
Gemeinsam verabschiedeten sich beide Teams an einem 18° kühlen Abend und unter großem Jubel von den Fans - mit Sprechchören Richtung UEFA und einer hoffentlich in Zukunft erfolgenden Aufnahme. Spielerisch steht dem jedenfalls rein gar nichts im Weg.
...im Weg stehen der Ausreise aber auch Abends um 21 Uhr noch Wartezeiten um die 20 Minuten mit dem Auto. Hell erleuchtet im Hintergrund das neue Flughafengebäude
Das schöne Wetter hat ja nicht lange auf sich warten lassen. Bevor ich aber tausend einzelne Fotos mache hab ich gleich mal die neue Wohnung als Film aufgenommen.Insgesamt sind es von einem Balkon zum Ende des anderen 58 Schritte.Das Wohnzimmer ganz zu Ende ist natürlich noch nicht eingerichtet, mal schauen was wir uns da noch überlegen - am Mittwoch muss erstmal die Putzfrau kommen und ne Grundreinigung durchführen in Küche, einem Bad und Balkons & Flur.
Übrigens ein kleiner Filmtipp für den etwas aussergewöhnlichen Fernsehab... ähm die Fernsehwoche:
Auf der Webseite des norwegischen Rundfunks gibt es die komplette Reise eines Hurtigruten-Schiffes von Bergen bis zum Nordkap als Video. 134 Stunden am Stück - und kostenlos zu sehen.
Ebenfalls empfehlenswert: die Serie Nordkalotten 365 - 365 Tage durch Nordnorwegen, -schweden und -finnland mit Zelt, Hund & Rucksack. Dazu gibts sogar englische Untertitel. Wirklich einmalige Naturerlebnisse die man da sehen kann, absolut Jedem zu empfehlen. In dem Sinne auch Grüsse an Dominik & Ausra in Bergen/NO.
Am 1.11. sind wir in unsere neue Wohnung eingezogen. Letzten Endes war es eine ganz schöne Rennerei. Internet ummelden - da wurde direkt der Antrag in die Schublade gesteckt: "Können wir erst einen Tag vorher machen". Naja, letztes mal hatte es schon geklappt - und dieses mal zum Glück auch wieder. Früh morgens ging es noch in der alten Wohnung, Mittags in der Neuen. Sowas funktioniert in Deutschland kaum, oder?
Die zwei nächsten Anmeldungen waren noch bei der Strom- und Wasserbehörde. Ja, richtig - Behörde! So richtig mit Antrag abgeben und im Ausziehschuber unterm Namen einsortieren. In den Computer eingegeben wird nix, aber hier ist das Motto: Funktioniert ja trotzdem.
mehr als genug Formulare..
Tja warum gibt es noch keine Fotos? Hannes hat sein Zimmer noch lange nicht fertig eingerichtet - aber bei mir steht schon alles. Ich wollte nur mal auf etwas besseres Wetter warten - eine Sonnengeflutete Wohnung lohnt sich doch eher zu fotografieren, oder?
Nun aber zum eigentlichen Thema: in Gibraltar sind demnächst Wahlen. Nach 15 Jahren an der Regierung strebt die Regierung der Gibraltar Social Democrats die Wiederwahl an. Dazu zitiere ich mal ein paar Fakten was sich in den letzten 15 Jahren hier verändert hat:
20.975 Arbeitsplätze im Vergleich zu 12.975 in 1996
Durchschnittsnettogehalt um 90% gestiegen (bei 37% Inflation im gleichen Zeitraum)
Große Einkommensteuerersparniss für ALLE Schichten: -66% für 11.500€ Jahreseinkommen, aber auch -43% für 58.000€ Jahreseinkommen, Spitzensteuersatz ist 24,99%
Ausgaben fürs Gesundheitswesen von 20 auf 80Mio vervierfacht
Niedrigste Arbeitslosenrate Europas (leider ohne %-Angabe)
Das kann sich doch sehen lassen, aber ob das auch in einem größeren Land funktionieren würde?
Wie angekündigt gibt es jetzt auch mal wieder Neuigkeiten aus Gibraltar selber.
Mittlerweile ist es ein paar Wochen her das ich mich hier in Gibraltar im Fitnesscenter angemeldet habe - damit mal das gute Essen ein bisschen abgearbeitet, viel mehr aber damit die Schulter mal ein bisschen Beweglichkeit zurück bekommt. Das Ganze gibt es auch noch kostenlos da von der Firma bezahlt :-). Im Fitnesscenter selber gibt es im Gegensatz zu vielen deutschen Fitnessstudios am Eingang ein paar Handtücher - also reicht nur, die Sportkleidung mit zu bringen. Zwei Handtücher ist auch ganz praktisch, weil es gibt nämlich noch mal einen Whirlpool sowie eine Sauna kostenlos obendrauf. Normaler Mitgliedsbeitrag wäre 60£, also ungefähr 69€.
Die muss ich ja aber nicht bezahlen, dafür habe ich mir aber einen 'private Trainer genommen', der mich pro Übungsstunde 35£ kostet - mir allerdings auch gute Einweisung in Übungen und Bewegungsmuster gibt. Allerdings endet die wöchentliche Trainingssitzung immer mit üblem Muskelkater für die folgenden Tage. Naja, war ich eben heute nur auf dem Laufband und hab nen simulierten Berglauf gemacht.
Als Extra-Schmankerl für den Sommer gibts übrigens noch eine Aussenanlage mit Pool obendrauf - nur für Mitglieder.
Apropos Pool für Mitglieder - nun ist ja das Jahr in der Wohnung am Europlaza rum. Das hieße eigentlich eine beschwerliche Suche bei vielen Immobilienmaklern. Eine Übersicht aller Immobilienmakler in Gibraltar hänge ich für alle Wohnungssuche befindlichen Neugibraltesen mal an. Diese Liste brauche ich selber zum Glück nicht - können wir doch in unser gutes, altes Grand Ocean Plaza zurück, wo wir vor Jahresfrist schon für 3 Monate untergekommen sind. Allerdings gehts in eine andere Wohnung - der Spannung wegen gibt es Bilder auch erst zum Einzug. Nur so viel sei verraten: + Arbeitszimmer + zwei Balkons + geräumiges Wohnzimmer + natürlich wieder Poolzugang, der ja aber eh nicht abgestellt war.
Nun aber zu den obligatorischen Fotos, unter anderem von der allwöchenendlichen Wanderung auf den Rock:
Was ist das Besondere an Bierflaschen? Ganz einfach: Inhalt 640-660ml! Allerdings rechtfertigt das trotzdem kaum den Preis von umgerechnet über 2€
Auf der wöchentlichen Rocktour erwischt - nen großen, faulen Affen und noch nem Kleinen
mit dem großen Zoom, da sieht man auch mal die größeren Eidechsen
schon seit ein paar Wochen vor Anker: sieht aus wie eine Ölbohrinsel, aber ob es auch eine ist?
Lange ist der letzte Beitrag her - Grund für die lange Abwesenheit war unter anderem ein kurzer Heimaturlaub. Zwar waren es insgesamt anderthalb Wochen, doch zwischen Zahnarztbesuchen, Hochzeit und auch mal ausnahmsweise mal etwas mehr Faulenzen blieben doch zu viele Besuche - kein Mittweida, kein Leipzig, kein Berlin und auch viel zu wenig Dresden. Trotzdem will ich mal ein paar Eindrücke von der Reise posten.
Angefangen mit einer erstaunlich komfortablen Anreise - leider aber zum letzten mal da unser aller Lieblingsinternationaler Großflughafen Magdeburg-Cochstedt leider demnächst Malaga als Direktflug aus dem Programm nimmt. Dabei konnte ich von Mietauto, Flugzeug, Bus, Zug und wieder Auto alle Verkehrsmittel in die Reise einbinden. Fazit: Flugzeuge sind überpünktlich, die Deutsche Bahn dafür überhaupt nicht (dafür aber bequemer).
der internationale Großflughafen Magdeburg-Cochstedt mit Terminal 1 (dem Einzigen)
der Leipziger HBf, 1998 noch wöchentliches Durchreiseziel gewesen zu Bundeswehrzeiten